Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber mir hilft Struktur immens dabei, besser zu arbeiten. Wenn ich Ordnung in meinen Prozessen habe, herrscht auch etwas mehr Ordnung in meinem Kopf. Und damit kann ich mich wiederum besser auf die Dinge konzentrieren, die ich eigentlich machen will. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass ich mir immer erst mal viel Zeit nehme(n muss), um diese Strukturen aufzubauen und, zugegeben, dabei kann ich mich auch gut in Mikro-Details verrennen.
Jede Struktur beginnt erst mal mit einer Trial & Error Phase, in der ich herausfinden muss, was für mich funktioniert. Ich habe zum Beispiel angefangen, meine „Autorinnen-Dinge“ in Trello zu organisieren, was für mich aber gar nicht funktioniert hat. Über Google- und YouTube-Recherche bin ich dann aber auf Notion gekommen. Es ist wirklich toll, was man dort machen kann. Neben Notion nutze ich natürlich auch Canva für meine Bildgestaltung (bisher allerdings die Free-Version). Außerdem habe ich angefangen, meine Videos mit der App VN zu schneiden. Gratis Videomaterial hole ich mir zum Beispiel von Plattformen wie Pixabay oder Pexels. Im Folgenden erzähle ich euch ein bisschen mehr, wie ich die Tools nutze.
Notion
Ich bin so begeistert von dieser Plattform, weil sie alles, was ich tue, perfekt strukturiert und mir die Möglichkeit gibt, alle Informationen zu Büchern und Charakteren an einem Ort zu sammeln, ich einen Marketingkalender für die verschiedenen Kanäle erstellen kann und sie zudem meine To-do-Liste inkl. Reminder bereithält. Angefangen habe ich mit einer Übersichtsseite, auf der ich die für mich relevanten Kategorien aufgelistet und die Themen anhand von Unterseiten verlinkt habe. Alle sind frei, das auf ihre Weise zu gestalten. Ich habe mich (nicht abschließend) für folgende Kategorien entschieden:
- Vorlagen (klar – jede Seite sollte einmal als Blanko-Version abliegen)
- Kontakte (Blogger:innen, Verlage etc. als Unterseiten)
- Marketing (Instagram, Website, Blog, Newsletter etc.)
- Admin (Steuer, Termine)
- meine Bücher
- weitere Projekte
Auf den Seiten ist es dann wiederum möglich, Listen anzulegen, Datenbanken aufzubauen und Kalender einzubinden. Besonders toll finde ich, dass ich bspw. auf den Seiten meiner Bücher (wo ich unter anderem auch kleine Szenen, die mir gerade einfallen niederschreibe), die Charakterdatenbank und die für das Buch relevanten Charaktere verknüpfen kann. Auch meinen ausgearbeiteten Plot und Zusatzmaterial kann ich auf extra Seiten sammeln und mit anbinden. So habe ich immer Zugriff auf alles, ohne mich in Menüs oder unterschiedlichen Bereichn herumsuchen zu müssen.
Meinen To-do-Kalender pflege ich regelmäßig. Hier steht genau drin, wann ich was poste, wann der neue Blogartikel live gehen soll und wann ich mein Buch ins Lektorat geben möchte oder mich an Cover-Designer:innen wenden will. Ich liebe eine gute To-do-Liste – besonders liebe ich es, die Aufgaben abzuhaken.
Canva
Vermutlich muss ich zu Canva gar nicht viel schreiben. Die meisten kennen und nutzen es – ob für Einladungen oder für ihr Business. Besonders toll finde ich aber das Markenkit. Hier kann man Farben und Schriften hinterlegen, die man immer wieder nutzen will, weil sie das Marken-Design ausmachen. Bei der Bezahl-Version hat man einen besseren Zugriff darauf, aber auch in der Basis-Version (ich habe mal einen Test-Monat abgeschlossen und dann wieder gekündigt) habe ich mein Marketing-Kit immer zur Hand. Außerdem habe ich mir verschiedene Ordner angelegt für unterschiedliche Instagram-Formate und Designs sowie Website- und Markeninhalte. So kann ich auch hier per Schnellzugriff alles finden.
VN
Ich habe mich ein bisschen ausprobiert, bis ich das für mich passende Video-Tool gefunden habe. Ich muss zugeben, dass so etwas nicht zu meinen Stärken gehört. Aber mit VN geht mir das Produzieren von Videos am leichtesten von der Hand. Die KI hilft mir weiter, wenn ich nicht weiß, wie ich etwas umsetzen kann (übrigens auch bei WordPress-Problemen!). Zusätzlich schaue ich dann auf (zumindest teilweise) kostenlosen Videodatenbanken wie Pixabay oder Pexels nach Video-Snippets, die ich verwenden kann. Meine Bilder stammen bisher alle von mir, aber auch da gibt es viele Anbieter, die kostenloses Bildmaterial anbieten.
DramaQueen
Last but not least verrate ich euch noch, mit welcher Schreibsoftware ich meine Texte schreibe. Mir hat Word oder Notes nämlich dafür nicht ausgereicht. Als ich vor der Entscheidung stand, habe ich dann Scrivener, Papyrus und DramaQueen getestet und letztlich hat mich DramaQueen überzeugt. Ich schreibe gerne mit dem Tool und finde es super, dass ich unter anderem meine Plotstruktur und meine Beats direkt neben dem Textfenster mitlaufen lassen kann. So weiß ich, wo ich bin und wo ich hinwill. Außerdem kann ich jeden Beat oder jede Szene auch mit einem Erzählstrang farblich markieren – beispielsweise bei Szenen, die dem Romance-Erzählstrang zugehörig sind. Dann sehe ich auch gleich die Ausgewogenheit über die Geschichte hinweg.
Wow – das ist jetzt doch länger geworden als gedacht! Ein wichtiger Hinweis noch: Ich bekomme natürlich kein Geld für die Nennung der Tools, sondern erzähle euch hier einfach nur, was ich benutze, weil ich es für mich getestet und für gut befunden habe.
Schickt mir gerne eine Nachricht via Instagram, wenn ihr mehr wissen wollt oder ich euch zum Beispiel die YouTube-Videos schicken soll, auf Basis derer ich meine Notion-Spielwiese aufgebaut habe.