#5 Meine Bücher – ich verrate euch, worüber ich schreibe

In den vergangenen Wochen habt ihr mich ein bisschen kennenlernen können. Bisher habe ich euch aber einen wichtigen Fakt noch vorenthalten, nämlich: Worüber ich eigentlich Bücher schreibe. Was sind meine Themen? Was ist mir wichtig? Worauf achte ich? All das will ich euch heute verraten, denn: Nur deswegen sind wir eigentlich hier.

Einige mögen es mitbekommen haben: Ich schreibe aktuell an meinem ersten Thriller.🩸Ich selbst lese sehr gerne Thriller. Ich mag die Spannung und ich liebe Plot Twists. Der Augenblick, in dem man denkt: “Nein, das kann nicht sein!” Oder: “Wow – das habe ich nicht kommen sehen!” sind unbezahlbare Buch-Momente. Wenn einen das Ende dann auch noch mit diesem Mindblow-Umhau-Gefühl (ihr wisst, was ich meine!) zurücklässt und man es für lange Zeit nicht aus dem Kopf bekommt, dann ist das der Jackpot.🤯 Das ist natürlich auch meine Ambition. Ich möchte Pageturner schreiben, die meine Lesenden fesseln und zum Denken anregen (erst einmal unabhängig vom Genre). Mir ist es wichtig, bedeutende Themen und menschliche Anstrengungen zu Papier zu bringen, die den Leuten etwas bedeuten, die ihnen bekannt vorkommen oder vollkommen fremd sind, sodass sie sich verstanden fühlen oder etwas von einer ganz anderen Perspektive betrachten können. Da ich eine politisch und gesellschaftlich interessierte Person bin, finde ich besonders auch in diesen Bereichen Fragestellungen, die ich thematisieren möchte. Mein Philosophie-Studium, dass ich mit Einblicken in die Politikwissenschaft und Friedens- und Konfliktforschung abgeschlossen habe, sorgt auch immer wieder für Inspiration und Überlegungen, denen ich literarisch nachgehen will (Da sagt man, damit könne man nur Taxifahrer werden – Autorin geht auch!).

Aber zurück zum Thriller. Ich schreibe aktuell einen Psychothriller. Es geht also tief rein in menschliche Abgründe, Unzulänglichkeiten, Ängste und Unsicherheiten. Worauf ich dabei verzichten möchte, ist zu explizite sexuelle Gewalt. Ich lese immer wieder – zugegebenermaßen spannende – Thriller, die aber genau diese im Fokus haben (zuletzt gelesen bei Jo Nesbø und Marc Raabe) und ich störe mich immer mehr daran. Besonders, wenn sie von Männern geschrieben wird. Wenn zusätzlich erkennbar ist, dass fast alle Frauen (Hauptcharaktere betrifft es meist weniger) sehr klischeehafte Verhaltensweisen zeigen (sie erröten, sind unsicher, stammeln vor sich hin, es gibt detailliertere Erwähnung ihres Äußeren mit Hinweis auf ihre sexuelle Attraktivität als bei männlichen Protagonisten, “was will die denn mit so einem”-Narrative etc. pp.) – vieles von dem ich gehofft hatte, dass wir es schon etwas weiter hinter uns gelassen hätten, wird es enttäuschend. Ganz sicher finden sich auch in meinen Texten Klischees (ihr dürft mich immer gerne darauf hinweisen) und Schubladen und Muster. Mir ist klar, dass unsere komplexe Welt auf diese Weise etwas einfacher zu verarbeiten ist. Bestimmte Dinge versuche ich dennoch nicht zu reproduzieren (und auch ich lerne natürlich immer mehr dazu!). In meinen Büchern möchte ich euch starke Frauen zeigen. Stark heißt hierbei nicht, dass sich nicht umzuhauen sind, dass sie nicht auch mal “schwach” sind, dass sie keine Emotionen zeigen (was ja auch eigentlich super-stark ist), sondern, dass sie komplexe Leben und eine diverse Gefühlswelt haben, dass sie durch schwierige Zeiten gehen, auch mal eine Schulter oder eine Umarmung (eh viel besser als ’ne Schulter) brauchen, schwesterlich zusammenstehen, immer wieder hinfallen, manchmal vielleicht auch nicht aufstehen, etwas zu sagen haben und immer wieder mehr über sich selbst lernen und über sich hinauswachsen. All das gilt natürlich auch für Männer. So verschieden sind wir letztlich in vielerlei Hinsicht gar nicht, finde ich.

Diese Frauen (natürlich schreibe ich nicht ausschließlich über sie) findet ihr bei mir aber nicht nur im Thriller. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich mich nicht gerne nur auf eines festlege, sondern die Vielfalt schätze. Genauso wenig, wie ich jeden Tag das Gleiche anziehen oder essen will, will ich immer im gleichen Genre schreiben (oder lesen). Es sammeln sich immer mehr Ideen an, mit denen ich gerne Geschichten entwickeln möchte – das reicht von Gegenwartsliteratur🪞, über Fantasy🪄 und Romance♥️ bis hin zu (Science-)Dystopien🔮 und Kinderbüchern🚸. Ich sehe das Ganze als eine kreative Spielwiese und letztlich soll es mir Spaß machen beim Schreiben und euch beim Lesen.

Was ihr bei mir findet, lässt sich wie folgt zusammenfassen (Kinderbücher klammere ich hier aus – dazu schreibe ich ggf. nochmal etwas):

  • psychologische Tiefe
  • innere Konflikte
  • gesellschaftliche und politische Themen
  • dunklere, unbequeme Fragen
  • Figuren, die nicht idealisiert sind
  • Entwicklung statt Lösung
  • nicht zwingend ein Happy End
  • Frauen im Fokus

Wie immer und überall im Leben gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel (kreative Spielwiese und so). Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzbogen auf euren Input: Was lest/schreibt ihr am liebsten? Lasst mir einen Kommentar da oder schreibt mir auf Instagram!

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